Peter-Friederichs-Kunst

 
  Die Illumination des Verborgenen

 

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Peter Friederichs wurde in Wien geboren. Seine frühe Seh-und Mal-Lust hat ihn dann schon früh zu den Renaissance Künstlern und den Manieristen des 16.Jahrhunderts * hingezogen, so hat er sich im Alter von 15 Jahren an den Zeichnungen Michelangelos und Leonardo versucht, um Körperlichkeit nachzuempfinden und auch mit Leonardo auf Erkundungsfahrt ins Innere der Menschen vorzudringen. Hierzu zählen auch die Manieristen wie Hendrik Golzius 15 85-1617 oder van Hermskerk .Diese Eindrücke haben bis heute seine Bilder beeinflusst- insbesondere, wenn man an die Zeichnung Mesmer denkt. Die Helldunkel-Manier hat ihn stets angezogen, wenn er Bilder von Rembrandt oder Caravaggio betrachtete. Auch diese Eindrücke haben sich lange in seinen Werken wie in Sacco di Roma behauptet .Später haben ihn dann den sozialkritischen Zeichnern und den expressionistischen Malern des beginnenden 20.Jhd. sowie der Kreis der europäischen und südamerikanischen Surrealisten, insbesondere Matta und Lam, fasziniert .

Seine künstlerische Begabung wurde früh in seinen Zeichnungen entdeckt wie in Machiavelli entdeckt und gefördert, umso erstaunlicher war es für alle, die ihn kannten, dass er Psychologe wurde und dieses Fach dann sein Leben geprägt hat. Aber sind es nicht parallele Seiten des Erkenntnisgewinns, sich dem Menschen und der conditio humana von der künstlerischen und der analytischen Seite zu nähern?
Gerne erzählt er, dass er in Wien unweit der ehemaligen Praxis von Sigmund Freud geboren wurde Friederichs hat die Parallelität sein Leben lang gepflegt und seine psychologischen und künstlerischen Intentionen immer als Kraftquelle für sein Leben nutzen können. Friederichs hat sich aber früh von seinen Anregungen befreit und seine ganz eigene Bildersprache entwickelt. Er erinnert sich:“ Ich war 19 Jahre alt, als die Bilder sich einstellten:“ Die ersten, seinen Stil formenden Arbeiten entstanden 1963, in denen der Mensch thematisch in seiner existentiellen Geworfenheit (Sartre) und Verletzlichkeit gezeigt wurde. Hier sieht man sehr früh, seine Eigenart, den Körper von seinen (Schein) -Hüllen zu befreien und in das Innere des Menschen vorzudringen und sich mit den existentiellen Themen des Menschen auseinanderzusetzen, wie er sie in den Werken von Camus und Sartre studiert hatte.
Dieses Werk hat er im Jahre 2000 noch einmal aufgegriffen Tanzendes Paar. Seine erste große Werkserie entsteht in der 80er Jahren des 20.Jhd., die durch beeindruckende Werke, wie Geburt der Venus besonders produktiv war. In den 90er Jahren zeigt er die Werkserien mit den morphologischen Strukturen in der Lithographie Anima/Animus und dann seine Hinwendung zu dramatischen Inszenierungen der menschlichen Komödie mit Eyecatcher. Von 1995-1998 schafft er in impulsiver Manier vier Bronzen, - seine bekannteste Bronze ist Genie und Göttin- und knüpft damit an lange zurückliegende Zeiten an, in denen er sich zum ersten Mal mit der skulpturalen Gestaltung beschäftigt hatte.
Das nächste Jahrzehnt lässt er die Staffelei stehen. Friederichs will sich wohl neu erfinden und verweigert sich der Malerei bis er sich 2010 sich seiner Wurzeln erinnert und wieder mit großer Schaffenslust sein Bild Die Kraft der Erde malt.
Peter Friederichs ist verheiratet, hat vier erwachsene Kinder und lebt im Landkreis München. Hier hat er auch seine Galerie mit der permanenten Ausstellung.

 

 

 

Friederichs